#22 Jasper Morrison
Shownotes
Einer der wichtigsten Designer unserer Zeit – und trotzdem kennen viele seinen Namen nicht: Jasper Morrison steht für eine Form von Design, die nicht schreien muss, um relevant zu sein. Gemeinsam mit Naoto Fukasawa prägte er den Begriff „Super Normal“: die Idee von Dingen, die selbstverständlich funktionieren, sich selbstverständlich anfühlen und gerade deshalb außergewöhnlich gut sind. Ein Stuhl muss nicht nach Aufmerksamkeit verlangen. Ein Türgriff muss nicht erklären, wie clever er gestaltet wurde. Und manchmal ist gutes Design genau dann am stärksten, wenn wir es im Alltag kaum noch bewusst wahrnehmen. In dieser Folge sprechen Simon Ladner und Peter Zeitlhofer über Morrisons außergewöhnliche Haltung zum Design, über Atmosphäre und Funktion, über seine Faszination für alltägliche Gegenstände und darüber, warum er mit dem Begriff „Minimalismus“ wenig anfangen kann.
Es geht um seine frühen Einflüsse von Eileen Gray bis Dieter Rams, seine Begegnung mit der Memphis-Bewegung und natürlich um Entwürfe wie den Thinking Man’s Chair, den Plywood Chair, den Air Chair, HAL und seine Arbeiten für Vitra, Cappellini, Magis, Alessi und viele andere.
Und irgendwann landen wir bei einer vielleicht viel größeren Frage: Muss nachhaltiges Design wirklich immer aus einem neuen „nachhaltigen“ Produkt bestehen – oder ist das nachhaltigste Objekt vielleicht jenes, das wir über Jahrzehnte behalten wollen?
Eine Folge über Bescheidenheit, Beständigkeit und einen Designer, dessen Produkte leise sind – aber dessen Einfluss gewaltig ist.
Transkript anzeigen
00:00:00: Jesper Morrison.
00:00:01: Einer der relevantesten Designer, den man nicht kennt.
00:00:05: Ich glaube er will einfach Produkte für Menschen machen.
00:00:09: Dass uns über Atmosphäre sprechen?
00:00:10: Kaum
00:00:11: wer lebt gern ohne Farbe.
00:00:13: Supernormal things!
00:00:15: Ja, er hat diesen Begriff gemeinsam mit Fukazawa geprägt.
00:00:19: Sowas von uneitl.
00:00:21: Industrie-Designer im eigentlichen Sinne und zwar wie das heute früher war.
00:00:28: Haria Erzitz
00:00:31: Der Design Podcast von Simon Ladner
00:00:35: und Peter Zeitenhofer, über die unendliche Welt der Möbel.
00:00:43: Und alles was damit zu tun hat oder auch nicht?
00:00:49: Auch nicht!
00:00:50: Simon, schön dass du wieder da bist, Aria erzählt der Podcast über die schönen Dinge des Lebens und unseres Lebens Episode zweiundzwanzig.
00:00:58: Du bist wieder zurück aus deinem Sommer.
00:01:00: wie geht's dir?
00:01:02: Ja hallo Peter genau zurück aus dem Urlaub.
00:01:06: Ich
00:01:08: habe kurz und lange eine gute Urlaubsvertretung gehabt, das erste Mal.
00:01:13: Und ich bin nach wie vor zeitlich ziemlich eng mit meinen Kapazitäten.
00:01:22: Die Wohnung ist ja kurz vor Fertigwerden und dementsprechend gerade ... als sehr tight vor meinem Zeitplan.
00:01:30: Bist
00:01:30: du im Bau her, der jeden Tag dann dort steht und schaut wie der Fortschritt ist?
00:01:34: oder bist du da entspannt?
00:01:35: Wie ist das wenn einer aus der Branche plötzlich selbst wo einzieht und dann kurz davor steht ein neues Zuhause zu bekommen?
00:01:45: Ich bin überhaupt nicht entspannter.
00:01:46: also das ist natürlich fluch-und-segen zugleich und leider muss man sagen heutzutage du musst mehr oder weniger oder sollte man TV-Seven auf der Baustelle sein, das ist natürlich nicht möglich.
00:02:01: Aber es geht gerade wenn wir... Also es ist ja auch natürlich, ich muss mir selbst kritisch aussagen, es ist sehr viel schief gegangen und ist trotzdem heutzutage nicht, ich sage mal bauen ist sicher nicht einfach.
00:02:20: Also das ist einfach das Verständnis von gewissen Details vom Handwerkern.
00:02:25: Wir tun halt eh die Firmen alleid weil du kriegst ihm die Leute nicht mehr.
00:02:29: Es ist alles auf schnell und irgendwie... Ich möchte das Wort Pfusch nicht wirklich in den Mund nehmen aber es ist halt also dass sie da jetzt wirklich wird zeitlos zu über's ordentlich überlegt oder warum das so sein soll.
00:02:42: Das gibt's nämlich.
00:02:43: Wird
00:02:43: so schnell gebaut würdest du sagen?
00:02:45: Geht es einfach darum, dass man das dann durchballert mit so wenigen Leuten wie
00:02:48: möglich?
00:02:48: Es geht ja auch nicht mehr finanziell sonst.
00:02:50: Das ist ja schon so extrem teuer und wenn sie die Zeit noch Zeit lassen würden bei diesen Arbeits- oder Lohnstückkosten in Österreich vergetet.
00:03:00: Also das ist eh so schon nicht mehr tragbar.
00:03:03: Aber es ist ja spannend!
00:03:03: Wenn du wirklich ... Du kennst ja komplett aus... Wenn du selbst sagst selbskritisch was könnte man besser machen?
00:03:09: Was hättest du besser machen
00:03:10: können?!
00:03:12: Man kann es halt im Standard bauen.
00:03:13: Das
00:03:14: hat Simon Laden wieder ein Sonderwünsche am laufenden Band gehabt, oder?
00:03:18: Ja, ich habe mir irgendetwas
00:03:18: gefragt ob ich nicht mal etwas normal machen kann.
00:03:20: Haben Sie gesagt... Irgendwie auch, weiß ich nicht mehr.
00:03:23: Also das ist ja... Ich sehe wie gesagt, das ist natürlich auch meines eigenen Berufes geschuldet oder halt meinen sehr starken Interesse und dann hab' ich natürlich gewisse Vorstellungen.
00:03:39: Ich habe ja schon öfter gesagt, dass ich selbst bei meinen schwierigsten Kunden bin.
00:03:44: Und dann ist es natürlich alles was du Sonder oder Custom machst.
00:03:52: Natürlich ist das die Sanderlösung der Sander-Lösungen und das multipliziert sie natürlich.
00:03:59: Also bin ich selber schuld.
00:04:01: Sehr spannend!
00:04:03: Ich bin eher der, der normal ist aber auch genau... dieser Standards, den du lebst.
00:04:09: Ich höre da so einen perfekten Podcast in diesem Bereich macht.
00:04:12: Das muss man auch sagen!
00:04:13: Du kannst ja schon erzählen von außerhalb des Tellerrandes der Blick bei dir das weit drüber auf den Horizont auch beim Bauen.
00:04:21: Man kann natürlich seine Fehler lernen.
00:04:26: Du kannst aus deinen Fehlern anderem die Fehler... Ja, Span.
00:04:30: Das wäre ja Span!
00:04:31: Für mich ist das natürlich eine Learning-Journey.
00:04:35: Jedes Mal wieder – ich hoffe es war jetzt ...
00:04:37: Letzte Mal?
00:04:38: Letzter Mal.
00:04:39: Ich habe jetzt nicht vorhin noch mal so ein Projekt zu starten.
00:04:44: Aber ja, Immobile bleibt dann trotzdem immer wieder eine Challenge oder Aufgabe, weil sie ja nicht fertig ist, sondern immer wieder was zu tun.
00:04:56: Simon, geh mal weg vom Bauland.
00:04:57: Geh mal weg von Stress!
00:04:58: Wie war der Sommer sonst?
00:04:59: Du hast was Heiliges.
00:05:00: Du warst viel unterwegs und du warst für den See.
00:05:03: Nimm uns kurz mit.
00:05:06: Ja, der Sommer war extrem lange finde ich also durch das Gefühl... Also ich freue mich jetzt tatsächlich mega auf dem Winter.
00:05:14: Und auch gefühlt war es nicht acht Wochen über dreißig Grad.
00:05:20: Der Urlaub selber war eine Woche Radfahren von Zürich nach Masei im Rennrad Und dann noch eine Woche ausrastend davon.
00:05:30: Beziehungsweise da wollte ich eigentlich schon siedeln, aber das ist nicht gegangen aus gewissen Gründen.
00:05:34: Aber er war jetzt ja relativ... Immer die grüptischen
00:05:37: Aussagen?
00:05:37: Er war jetzt relativ in dem Sinn unspektualkuläre Urlaub oder hat wie so gesagt versucht, wenn man EMC wohnt auch natürlich den Luxus hat muss man jetzt zwingend irgendwo weit hin auf Urlaub fahren.
00:05:51: und in Venedig war er
00:05:53: noch her.
00:05:53: Das war glaube ich ein Highlight, oder?
00:05:55: Auch, was die schönen Dinge betrifft.
00:05:57: Zumindest so... Ich habe sie schon mitbekommen
00:06:00: auf Instagram.
00:06:01: Aber es ist natürlich immer wieder... Hast
00:06:03: du Biennale?
00:06:05: Nein nicht wirklich, also hab mir da nicht gefreut.
00:06:07: Also wollte ich ursprünglich und dann habe ich keine Lust gehabt.
00:06:11: Simon, was hast du mitgebracht zu trinken?
00:06:14: Ich euge schon darüber!
00:06:18: Einen Weißwein von der Vogelweide.
00:06:23: So heißt das Wein.
00:06:23: gut, sind zwei Jungs die das machen.
00:06:28: Das ist ein QV aus Grün-Weltliner, Müller Turgau, Rieslingen und Chardonnay, also vier Rebsorten habe ich selber noch nie trinken.
00:06:40: Darum bin ich schon sehr gespannt.
00:06:41: aber ich mag die Weine von denen, es sind glaube ja Kunden von uns was ich weiß.
00:06:47: Sehr spannende Persönlichkeiten, die dann eben auch ein bisschen vom klassischen Weg weggegangen sind sehr spezielle Weingärtner gesucht haben, schwer zugänglich und zu bewirtschaften.
00:06:59: Das sind dann meistens diese adernspezielleren und interessanteren Weine für mich jetzt gesehen.
00:07:06: Ich bin sehr gespannt!
00:07:07: Also wiederum K-Standard?
00:07:08: Du
00:07:08: bist ja normalerweise immer sehr kreativ.
00:07:10: Findest du irgendeine Verbindung zu unserem heutigen Design oder zum heutigen Thema was diesem Wein betrifft?
00:07:19: Also zu dem heutigen Thema finden wir glaube bei jedem unserer Folgen bis jetzt eine Verbindung.
00:07:24: Das
00:07:24: ist
00:07:25: extrem aussegewöhnlicher, da ich habe gerade in der Hand natürlich der Quarken ist eine sinnbildliche Verbindung weil wir können sie gleich benennen.
00:07:35: also unser heutiges Thema Jasper Morrison.
00:07:39: Ich glaube oder würde sagen wahrscheinlich ist Quack eins seiner Lieblingsmaterialien.
00:07:44: ohne es zu wissen kommt man so vor schon extrem viele Möbel aus Kork entworfen und produziert.
00:07:51: Und das ist mal sicher die augenscheinlichste Verbindung.
00:07:55: Ja,
00:07:55: nur eine Verbindung!
00:07:58: Bezieht sich auch auf den Kork weil was unsere Hörerinnen und Hörern nicht wissen ist dass wenn es irgendwo hakt bei unserem Podcast dann ist es meistens am Flaschen öfter denn haben wir entweder mit oder vergessen.
00:08:10: er ist irgendwo im Auto.
00:08:11: also es ist nie leicht Wenn man das jetzt in die Kamera zeigt, da ist eben ein Schraubendrinnen.
00:08:17: Weil wir auch heute wieder keinen Flaschenöffner hier gehabt haben und du bist plötzlich dahergekommen mit einem Schraubenzieher uns am Zangal an der Kombi-Zange.
00:08:27: Und
00:08:28: da gibt es diese Supernormal Things bei Jesper Morrison ja?
00:08:32: Und er benennt ja zum Beispiel eine Supernormal Thing, dass einfach funktioniert.
00:08:36: Ein alter Schraubezieher, der perfekt in der Hand liegt und der immer perfekt rausziehen kann.
00:08:41: Da hab ich sofort dran gedacht, weil ich habe sogar ein Foto gemacht.
00:08:44: Viel später für Instagram, dass man das zeigen kann.
00:08:47: Aber auch der es erinnert mich daran.
00:08:49: Schau wie viel die Brücke ist!
00:08:50: Und
00:08:51: er hat für Marge ein Bottlewreck in seinen Anfangszeiten designt.
00:08:56: Das war natürlich ein Weinregal sozusagen und von dem her haben wir wieder eine Verbindung.
00:09:01: also bei dem Finde man so viele Verbindungen, wie gesagt zu allen unseren Folgen.
00:09:05: Bisher das Schau eigentlich dass wir Erfolge darüber machen könnten, worum überrequere Verweise ... Ich würde es
00:09:10: spannend finden wenn irgendjemand mitzählt bei den Verweisen.
00:09:13: I don't pray ding-ding-ding da gibt's was und so weiter.
00:09:17: Sehen wir noch auf die heutige Folge Episode einundzwanzig.
00:09:20: Nein zwanzig um Gottes Wünsche jetzt geht voran.
00:09:22: Tschüss!
00:09:23: Oktober ist gut.
00:09:31: Ist gut ausgesucht.
00:09:33: Wir nehmen zum Mittag auf.
00:09:34: Das ist einmal ein für Mittag.
00:09:35: Das passt perfekt für mich.
00:09:37: Ja Der Hauern ist mit uns.
00:09:39: Genau, sehr weich
00:09:40: und
00:09:41: schaduneemäßig finde ich.
00:09:43: Du hast gesagt, jetzt freust du dich auf dem Winter?
00:09:46: Bei mir ist es so, dass ich den festen Vorsatz heuer wieder öfter snowboarden kann als dir.
00:09:51: Ja, du kannst mich daran erinnern!
00:09:52: Wir sagen das immer.
00:09:54: Zwei Mal Katastrophe.
00:09:57: Wird heuer guter, glaubst
00:09:58: du?
00:09:59: Ich trage nichts
00:10:00: mehr dazu, weil... Ich habe mir schon bei den letzten zwei gedacht, dass es schlimmer nicht mehr geht und dann ...
00:10:07: Schlimmer geht immer.
00:10:09: Ja, darum ist auch gar nichts dazu und lassen wir hoffentlich positiv überraschen.
00:10:12: Ah, er wird super!
00:10:14: Er wird super... ich fliege jetzt nochmal noch mal da und dann geht's in den Winter, dann freuen mich auch darauf.
00:10:18: Simon, Jesper Morrison.
00:10:20: Sehr spannend.
00:10:21: Sie ist nämlich einer, wo ich drauf gekommen bin.
00:10:25: Ich hab den Namen nicht gekannt aber ich hab viele seiner Möbel gekannt.
00:10:29: das ist glaube ich etwas was ihn beschreibt.
00:10:32: Ja, ich würde sagen sicher einer der relevantesten Designer die man nicht kennt.
00:10:38: Also oder wo die breite Masse jetzt innamendlich nicht kennt weil er immer würde sagen als sehr bescheidener ruhiger Typ ist der sich nie den Vordergrund stellt und auch nicht will dass da irgendwie eher polarisiert oder ein Stück man erkennt das es von ihm ist.
00:10:59: also ich glaube das liegt im extrem fern sondern hat diesen Begriff gemeinsam mit Fukazawa geprägt, dieses Supernormal.
00:11:10: Was eben sozusagen aussagen soll das Produkte mit ihrer Funktionalität und für sich stehen und dadurch eine Atmosphäre erzeugen hergenommen werden und nicht, wer sich in der Mittelpunkt rücken möchte oder irgendein expressives Design drüberlegt.
00:11:33: Ich glaube er will einfach Produkte für Menschen machen die eben auch benutzt werden im Alltag.
00:11:40: Ich finde es sehr spannend, er hat zum Beispiel selbst erzählt über zwei Messer.
00:11:46: Das eine Messer ist seit zwanzig Jahren in Gebrauch und liegt wunderbar in der Hand, schaut aber gründig aus und ist einfach super normal.
00:11:54: Und das andere Messer is frisch geschmiedet, kommt aus Japan, is aber slippery... ...und schreit die ganze Zeit, hey schau mich an!
00:12:01: Und er is einfach trotzdem ein Verfechter dass dieses supernormale Messer wesentlich besser den Menschen dient und dem Zweck dient als dieses wunderbare Formmesser, das aber nicht wirklich praktikabel ist.
00:12:15: Würdest du sagen... ...dass er damit allein dasteht?
00:12:19: Oder ist es etwas was dich generell anspricht und was generell bei Designern oft zu sehen ist?
00:12:26: Also allein steht er sicher nicht da damit.
00:12:30: Aber natürlich kann ich auch die andere Seite verstehen wenn man jetzt Als Designer, wo wir eh schon öfter darüber geredet haben jetzt nicht diese Aufmerksamkeit bekommt.
00:12:42: Ich weiß nicht, wann mir irgendeiner Musikstar ist oder irgendein Schauspieler oder Schauspillerin oder keine Ahnung was im Rampenlicht ist.
00:12:51: Da ist man natürlich als Mobile-Designer oder Industriedesigner und eher im Hintergrund kann ich natürlich nachvollziehen, wenn man da irgendwie... Ich sage jetzt mal immer ja, wenn es das Produkt nicht besser macht.
00:13:11: Dann nutzt jetzt auch natürlich das beste Design nichts oder das auffälligste Design nix weil eben dann ist er nur für das Design aber es steckt trotzdem ein Gebrauchsprodukt hinterher.
00:13:26: Eine Flaschenöffne sei das Beste Beispiel einer Flasche und Öffner hab der einfach mühsam zu benutzen ist, weil dann mache ich lieber einen Schrauben auf.
00:13:36: Für mich ist es trotzdem ein Widerspruch in beide Richtungen.
00:13:39: Also für mich ist die Form, die nicht funktioniert genauso als eine Widersprache wie die Funktionalität, die überhaupt nicht auf die Form schaut.
00:13:48: Weil er sagt ja erstes Material und den Nutzen definieren die Form am Ende.
00:13:54: Und auch das ist für mich so ein bisschen ein ungreifbarer Widersprüch wenn ich das als Designer sage?
00:14:00: Er beschäftigt sich oder ergibt sich extrem viel mit Sachen, die anonymes Design sozusagen sind.
00:14:06: Also ein Pick-Feuerzeug, das jeder schon mal benutzt hat, wo keine Ahnung... Das ist was Gelehrt!
00:14:19: Als Kind darf man das natürlich nicht, aber irgendwann wenn man dann mal das erste Mal mit Feuer spielt und so sieht man es macht damit, dann benutzt du das Ding und du weißt wie das funktioniert?
00:14:30: Du druckst runter und die Flamme kommt aus.
00:14:33: Das ist so was logisches, dass das wahrscheinlich über neunundzehn Prozent der Menschheit benutzen können und verwenden.
00:14:43: Es
00:14:43: ist das gleiche mit Kugelschreibern
00:14:45: zum Beispiel.
00:14:45: aber
00:14:46: jetzt muss ich trotzdem noch mal ein bisschen etwas einwerfen hier weil ich habe das Gefühl jeder kennt Pick-Feuerzeuge, jeder kennt Kugelschreiber die in ihrer Funktion einfach nur funktionieren und perfekt sind.
00:14:57: Aber ich hab trotzdem das Gefühl dass die Menschen danach gieren Wenn Sie dann zum Beispiel rauchen, was wir beide ja Gott sei Dank nicht machen.
00:15:05: Das ist ja trotzdem wieder schönere Feuerzeuge kaufen oder besorgen und genauso ist beim Kugelschreiber.
00:15:10: Denk an eine schöne Füllfeder.
00:15:12: Wahrscheinlich ist ein Kugelschreiber besser zu schreiben, funktionaler aber ich glaube der Mensch geht trotzdem wieder hin zur schöneren Form auch noch.
00:15:19: wie hat er das geschafft?
00:15:21: Glaubst du dass er trotzdem einer der bedeutendsten Designer geworden ist obwohl er eben sowas von uneitel ist, zumindest nach außen hin.
00:15:30: Dass er sogar anonymes Design bevorzugt und nicht eben das wo sein Name groß drauf steht.
00:15:40: Schwierig zu beantworten weil ich glaube eher sieht sich selber als wirklich... Industrie-Designer im eigentlichen Sinne, wie das heute früher war.
00:15:55: Ich glaube, Dieter Rams war für ihn eine große Inspiration oder Vorbild oder was er immer und der dann auch erst später mit Namen und so weiter hat einfach Produkte sein für Braun entwickelt.
00:16:10: ja hauptsächlich und da war Braun die Marke hat er zwar designt, aber da hat das keiner hinterfragt.
00:16:22: Und ich glaube dass er sich selber so eher in dem oder sich gerne auch wohl fühlt oder das so macht, dass er sozusagen das Produkt in den Vorderkonstellungen nicht seinen Namen oder nicht jetzt als Erder seine Designphilosophie drüberlegt sondern immer für dieses Produkt Gattung und auch für die Produktionstechnik.
00:16:43: Das muss man natürlich sagen.
00:16:44: also er war schon Jetzt mit Erdscher für Majes zum Beispiel, dann auch sehr interessiert um neuere Technologien einzusetzen und Produkte zu verbessern.
00:16:54: Aber nicht jetzt irgendwie da ein Design großartiger oder spezieller zu machen sondern der Erdscheer ist ja eine Stuhl wie einer Kind zeichnen würde, wie man sich einen Stuhll vorstellt.
00:17:09: Der ist einfach sehr geradlinig.
00:17:11: Hätten wir wahrscheinlich mit der Technik irgendwas anderes machen können?
00:17:14: Ja,
00:17:14: aber nicht viel damals.
00:17:16: Weil ich habe mir das genau angeschaut.
00:17:17: Der Erdscher brachte diese Plastik unter hohem Druck in eine Form gespritzt und dann Stickstoff dazu.
00:17:26: Das Spannende ist dass diese Form die er gewählt hat, damals die einzigmögliche Form war, man hätte auch keine Schnörkel draus machen können weil an dieser Druck nicht sie verteilt hätte.
00:17:37: Das finde ich sehr spannend an dem ganzen.
00:17:40: ihm war hier zum Beispiel wirklich das Design unwichtiger als die neue Produktionsart?
00:17:46: Absolut und also mich faszinieren seine Designzugänge extrem.
00:17:53: Also eben wie gesagt, eines meiner Lieblingsprodukte von ihm ist in dieser Thinking Man's Chair für Cappellini aus Ende der Achtziger wo er bei irgendeinem Freund hat oder einen Sessel gesehen, der neu bepolstert wurde und deswegen waren die ganzen Bezüge und Kissen abgenommen.
00:18:12: Und er hat dann die Struktur von so einem Foto quasi gesehen.
00:18:17: Das hat ihn so fasziniert, dass er dann – das ist eigentlich sowas banales oder sowas logisches – wenn man jetzt die Referenz zu Virgil Eiblo zieht, der auch gerne mit seinen normalen Beschriftungen, sei es jetzt bei den Schuhen auch beim Möbeln.
00:18:34: Also der hat überall diese Sachen, das hat er schon Ende der Achtziger gemacht, dass er dann eben gesagt hat, wenn sie das Ding kopieren, dann sollen sie es wenigstens richtig kopieren und ja die ganzen Radien und alles quasi außen draufgeschrieben.
00:18:51: Und da gibt's von Kappellini... Tatsächlich!
00:18:52: Ja, ja, spannend.
00:18:53: Von Kappelini gibt's nach wie vor so eine Special Edition wo eben dass das nach wie vor oben steht.
00:18:59: Also er hat quasi einen Rostschutzlack genommen und das hat auch irgendwie gesagt so, dass ihm auch erwartet jetzt nicht nur mal da irgendwas raufgeben oder so, sondern er hat wirklich das Metall sozusagen geschützt mit diesem Rost-Schutzlacks der eine leicht bräunlich rötliche Farbe hat Und das war's.
00:19:22: In dem sind dann nicht Brüfer lackiert oder irgendwie was anderes und eben diese ganzen Details wie auf einer Skizze, mit so einem weißen Stift draufgeschrieben.
00:19:36: Ist dann wirklich kopiert worden?
00:19:38: Auf diese Art und Weise?
00:19:40: Vielleicht schreckt es sogar ab!
00:19:42: Ich weiß jetzt auch nicht ob Virgil Abloh sich durch ihn inspirieren hat lassen, da keine Referenz gibt aber ich kann mir das gut vorstellen... Bei mir war es auf jeden Fall das erste Mal, dass ich das so plakativ sozusagen auf einem Produkt gesehen habe.
00:19:57: Und ja und eigentlich genau das ist auch noch witzige Geschichte der Sessel ist ein Autor-Sessel mit zwei kleinen Tischchen bei den Armauflagen sozusagen und er wollte dann eigentlich Drinking meinst Giannana und hat dann glaube ich irgendwie Bei einer Tabak-Gewerbung war so ein Spruch oben der Thinking Man Smokes oder irgendwie so.
00:20:30: Und dann ist er auf diesen Thinking Man's Chair gewechselt, finde ich auch sehr spannende Geschichte zu dem.
00:20:39: und ja es nach wie vor eine Produktion.
00:20:43: Also er ist ja noch nicht übertrieben alt.
00:20:46: Er ist bei Morrison, also er ist neunundfünfzig geboren, also noch keine siebzig.
00:20:53: und was der schon für ein Portfolio hat?
00:20:57: dann auch in diesen achtziger Jahren?
00:21:01: ich glaube zwei oder drei Ausstellungen in Wien das muss man überhaupt mir vorstellen.
00:21:05: also wo ich sage ja Wien ist jetzt eben nicht landen oder irgendwas sondern Dorscher eben diese Ausstellungen gekoppt hat.
00:21:16: Auch wiederum eine Referenz nach Österreich.
00:21:18: und also er hat dann wirklich dieses kleine Skalierung von, sagen wir mal Besteck, Accessoire, Türgriffen bis hin zu den Möbeln, bis hin dann wirklich zur großen Industrie des einen wenn man es so nennen möchte mit öffentlichem Verkehr usw.
00:21:37: gespannen.
00:21:40: Ja, jetzt schon sozusagen eine Bandbreite die kaum zu ...
00:21:48: Aber ist er noch am Arbeiten?
00:21:50: Ich glaube schon.
00:21:51: Ja aber ich verstehe das auch.
00:21:54: ja wenn du so viel gemacht hast und ich schätze ihn nicht so ein der macht jetzt nicht ein Produkt um nun mal neues Produkt zu machen sondern ich glaube wenn er was macht dann muss es schon richtig sein ist schon die letzten Jahre dann weniger geworden.
00:22:11: Ja,
00:22:12: dass uns über Atmosphäre sprechen und zwar im Hinblick auf seine trotzdem frühere Kindheit das habe ich sehr spannend gefunden.
00:22:20: Das erste Mal ist er in Kontakt gekommen mit Design in einem Zimmer bei seinem Großvater, der skandinavisch eingerichtet war Und ich hab mir das ein bisschen genauer durchgelesen worum es da ging.
00:22:32: Er hat gesagt Er ist auch reingegangen, er hat keine Ahnung gehabt von Design und die Atmosphäre da drinnen war einfach so dass es sich instant besser gefühlt hat.
00:22:43: Kammergutes Design glaubst du fühlen?
00:22:45: Weil er sagt, er designet eigentlich nicht die Möbelstücke sondern die Luft rundherum und das ist eigentlich das was die Menschen dann besser fühlen lässt.
00:22:56: Ja dazu muss man sagen... seine Betrachtungsweise, die natürlich auch noch verziehen kann.
00:23:02: Weil er war damals nicht vier oder fünf Jahre alt, also er war ein Kind und für ein Kind zur damaligen Zeit kann man nur vorstellen.
00:23:12: aber jetzt wenn man sich so englische Häuser jeder der schon mal in England war und in einem klassischen englischen Haus oder Cottage oder was immer sie aufgehalten hat dann ist es mal in erster Linie sehr Überladen, schwer, plumig.
00:23:35: Also nicht so wie wir jetzt im Rest von Europa, würde ich sagen.
00:23:40: Leben und Heutzutage schon gar nicht natürlich!
00:23:43: Und witzigerweise haben die ja immer das nach wie vor... also mit diesem jeder kennt ist man da reingehend ins Haus links die Treppe rauf mit Deppich.
00:23:53: Diese Quartier hat diese Hinterhöfe bei den Häusern sehr prototypisch ausgeführt und nach wie vor so.
00:24:03: Ich glaube natürlich, dass das für ihn als Kind ... Sie kennen leider den Raum nicht von Fotos aber der Großvater von ihm durfte bei einer dänischen Firma gearbeitet, bei Dänisch-Speiken.
00:24:18: also nichts mit Design sondern halt einfach.
00:24:22: Er war da in England der Man.
00:24:26: Und er war sehr oft ein Skandinavian, also auf dem Dänemark und hat natürlich dort eine ganze andere Welt gesehen und hat sich dann quasi ein Zimmer hergerichtet in den Raum.
00:24:35: Da war auch von Dieter Rams eben einen Soundmöbel sozusagen das er dann bekommen hat Und ich glaube, bis er auch der Zwanzig war oder so besessen hat.
00:24:53: Also das Gute bei ihm ist also ja eine sehr gute Website mit einem sehr organen Timeline wo er wirklich sehr minutiös auflistet und auch die Bücher von ihm sehr zu empfehlen.
00:25:06: Aber
00:25:06: ich finde es spannend wenn man kurz einhaken darf dass man sein Leben selbst so bedeutungsvoll dann erachtet oder so eine gute Erinnerungskabe hat, dass man eben minutiöse
00:25:17: wirklich alles nachdenken kann.
00:25:20: Irgendwie so muss es sein.
00:25:21: Das ist ja quasi vier Tage Buchhör und eben... Und dann, glaube ich, schaue natürlich wenn du das in einem ganz anderen Szenario als Kind, wo du das von zu Hause wahrscheinlich anders kennst, wenn du es von deinen Großeltern anders kennest?
00:25:37: Dann gibt's ein Raum, da musst du dann vorkommen wie eine andere Welt oder wie... Da haben wir was futuristisches wahrscheinlich, obwohl es in Dänemark Das ist da.
00:25:49: Die Norm war, ja?
00:25:51: Ja, das Enkel an der Aussage wöhnlich!
00:25:53: Genau.
00:25:53: und deswegen glaube ich schon dass es mir eben auch ein Gefühl ist, dass er hat wenn er an die Kindheit zurückdenkt und dann seinen Großvater also wie jetzt dass er da irgendwas benennen kann weil für dieses man mit vier oder fünf einfach nur viel zu jung.
00:26:06: und das ist aber eben wie man eben sagt alle Leute die wo anders aufgewachsen sind oder wo anders geboren sind und umziehen die sich oft an Gerüche zurückgerinnen können einer Person auch denkt, dann sind es eben oft solche Dinge die gar nicht jetzt irgendwas besonders mit aussehen zu tun haben oder so sondern eben ein Gefühl, einen Geruch also diese wirklichen tiefen Werte von Menschheit.
00:26:34: Aber er spricht ja dann später sehr stark über Atmosphäre generell in Räumen.
00:26:39: aber glaubst du ihr habt's nämlich so verstanden?
00:26:41: Diese Atmosfere wird von einem Möbelstück selbst kreiert.
00:26:47: Glaubst du, ist es wichtig, dass man damit eine Geschichte verbindet?
00:26:51: Eben wie du sagst die Großeltern, wie's einem gegangen ist oder bei sich zu Hause.
00:26:56: Oder was nicht kann ja negativ sein in einer Atmosphäre in der Schule oder sonstwo.
00:27:01: Oder glaubst so das wirklich ein Möbelstück alleine ausreicht oder einen Lampe oder enttäppig oder sonst etwas um die Atmosfere in einem Raum komplett anders wirken zu lassen komplett anders machen zu lassen?
00:27:14: Ja natürlich also.
00:27:15: ich
00:27:15: glaube nämlich schon
00:27:16: auf jeden Fall Das sind ja eben Raumbildende oder innenraum verändernde Dinge, die sie dann im Raum natürlich befinden.
00:27:29: Wenn ich jetzt einen Schulwechsel in den Raum, dann wird es jetzt den Impact nicht so sehr haben wie wenn ich jetzt eine ganze Setting dazu mache.
00:27:40: aber generell sind das natürlich Sachen, die natürlich eine andere Optik, eine andere Ära.
00:27:52: Eine andere Zeitgeist was auch immer dann einläuten können oder eben auch verändern können.
00:27:58: und wie gesagt jetzt wird man ja dann eh natürlich bewusst wenn wir jetzt Vierteljahrhundert im Einundzwanzigsten Jahrhundert jetzt coach das an was er absurd ist.
00:28:11: aber es ist so und ich glaube es hat nun nie Zeit geben was sich so wenig verändert hat
00:28:17: In dieser Richtung ja.
00:28:19: Also was hier bei uns noch verändert ist digital, aber trotzdem du hast recht.
00:28:23: Bei
00:28:24: Autos wurscht man wieder wie wir auch scheiß Autos reden wollen, egal jetzt war es.
00:28:28: Aber was du mir vorstellst in den fünfen oder zwanzig Jahren einen anderen Jahrhundert?
00:28:32: Ja absolut!
00:28:32: Was das war, da ist es gestört.
00:28:35: Na ja überleg mal wirklich, ich habe gestern gesehen eine Bilder-Serie aus den neunzigern Und wo drüber gestanden ist, was sie eigentlich verändert hat seit damals.
00:28:46: Das sind nicht die optischen Sachen sondern wie gesagt eben nur die digitalen Sachen und das zwischenmenschliche.
00:28:54: Und das glaube ich, hat sich sehr stark verändert in diesen fünfundzwanzig Jahren.
00:28:59: Wie man zusammenkommt, was man gemeinsam macht.
00:29:02: Aber tatsächlich so diese Mode, die Optik, wie man lebt
00:29:07: usw.,
00:29:08: da gibt es kaum Veränderungen.
00:29:09: Ja,
00:29:09: war auch für mich gut.
00:29:11: Ja ja sowieso.
00:29:13: Kommt der nächste Schub, glaubst du?
00:29:14: Oder ist das für immer verbleiben?
00:29:16: Keine Ahnung.
00:29:17: Woher soll es plötzlich kommen?
00:29:20: Wenn dann kannst du nur wieder in eine vorangegangene Referenz gehen weil recht viel seelenloser und... Simpler kann man jetzt nicht mehr bauen.
00:29:37: Und ich kann da jetzt auch nicht von Minimalismus sprechen, weil das war mal eine andere Zeit und da war es modern.
00:29:46: Und jetzt ist es einfach wirklich seelenlos in einer Sitzung.
00:29:50: Also, so Null-Acht-Fünfzehn-Gebäude, wie mir jetzt gar nicht ... Aber es ist eigentlich dramatisch.
00:30:01: Es ist natürlich auch ein finanzielles Thema.
00:30:05: Das ist eben das Thema.
00:30:06: Das kann sich nicht mehr jetzt recht viel besser entwickeln, weil es einfach die budgetären Mittel gar nicht gibt.
00:30:12: dafür, weil heutzutage muss man ja schon froh sein, wenn man überhaupt die Möglichkeit hat was zu bauen oder was zu kaufen, wo's dann quasi umgestalten kann und wo man mehr Augenmerk oder mehr Budget reingibt, was man umgestaltet möchte, weil in einem gemietetes Objekt ... Da muss man schon sehr viel Herzblut dafür haben, dass man da dann großartig finanziell was reinsteckt.
00:30:38: Das spürt natürlich auch alles eine Rolle oder das sind einfach Faktoren die jetzt so auf diese Auswirkungen... Absolut!
00:30:46: Aber natürlich kann man sich mehr über das beschweren und aufregen, was man augenscheinlich sieht aber diese ganze gesellschaftliche Entwicklung die dahinter steckt ist natürlich ein bisschen schwerer zu gucken.
00:30:59: Aber
00:31:00: jetzt sind wir sehr tief in der Gesellschaftskritik drinnen, aber ich weiß nicht ob ich es jemals erzählt habe.
00:31:06: Ich hab einmal ein helles Schneiderkonzert angeschaut und das war ein Burghausen und da schaust du über den Fluss darüber auf die andere Seite und da war eines von diesen Häusern.
00:31:16: Er hat Schuhkarton genannt.
00:31:18: Und dann hat er auf mind.
00:31:19: twenty-fünf Minuten darüber gesprochen, was das aussorgt über die Menschen, die da drinnen leben.
00:31:26: wenn man sich so ein Haus baut Wenn es zu Hause ist, dass du für dich auswählst Das aussieht wie jedes andere Haus auch.
00:31:34: Es ist schon sehr spannend, dass die Leute tatsächlich glauben Das ist cozy, das ist Zuhause.
00:31:42: Die
00:31:42: Leute glauben, es ist Bauhaus.
00:31:43: Ja genau Darum verwende ich das Wort so ungern, dieses Zeidlose.
00:31:50: Weil die Leute glauben wenn sie jetzt alles weiß und grau machen, dieses Grau oder beige ist erwischt, dann wird es ja noch für immer gefallen.
00:32:01: Aber du machst was Seelenloses weil du machst etwas was da von Anfang an nicht wirklich entspricht, weil ich würde sagen kaum.
00:32:08: wer lebt gern ohne Farbe oder... Und man sieht's ja auch bei Filmen Du siehst es leider, dieses Grading was da gemacht wird.
00:32:19: Früher waren Serienfilme viel viel bunter an einem nämlich.
00:32:23: das hat natürlich auch etwas mit Mode und Kleidung zu tun.
00:32:27: Und jetzt sind wir halt in einer wie wir haben diese Filmen der Kassen Momo und die grauen Männer oder so und da sind wir jetzt angekommen.
00:32:37: Das
00:32:37: heißt Momo Kassen aber du hast recht mit den Grauen mit.
00:32:40: Ja genau Aber ich glaube Die Leute würden sich auch wundern, wenn Serien und Filme plötzlich wieder anders ausschauen würden.
00:32:48: Das ist einfach
00:32:49: der
00:32:50: Brei geworden heutzutage.
00:32:53: Aber ich glaube jetzt nicht, dass Persee glücklich macht.
00:32:56: Wir sind doch eh aufgestanden dem entgegenzuwirken oder in diesem Podcast?
00:33:00: Ja absolut!
00:33:01: Und darum ist immer das... Also ich finde es ist eine Trageschwän, dann war's noch gerade was mit Stoffen oder so zu tun, wo ich eh heutzudage Man kann im Prinzip bei jedem Möbelstück oder eben gutem Möbelstück dann einmal in Bezug wechseln, was man sowieso irgendwann mal tun muss.
00:33:18: Weil kein Stoff halt ewig, aber die Leute wollen ja Oberflächen, die unzerstörbar sind.
00:33:23: Die gibt's nicht!
00:33:24: Und irgendwann... und das ist auch das Problem, da gibt es diese Partner nicht mehr.
00:33:29: Oder weil dann wirds auch grotzer wenn ich immer alles perfekt haben möchte.
00:33:34: Das ist jetzt so diese Romantik, was wir eben bei so, finde ich halt, bei so gelebten Zuhause dann irgendwie sieht die sich ja verbessern über die Jahre und dann was, was halt nur schirr wird.
00:33:50: Und wir sind nicht leider... Ja genau das lasst man auch nicht mehr zu weil es dürfen immer altern.
00:33:57: Es muss ja immer perfekt sein.
00:34:00: Das gibt's halt nicht!
00:34:01: Weil jeder Boden verändert sich, jedes Holz verändert sich.
00:34:05: Jeder ist selbst so eine Stahl Edelstahlplatte bei der Küche hab, die kriegt auch Kratzer.
00:34:11: Jedes Leder verändert sie... Also es gibt nix was unzerstörbar ist, aber der Anspruch der Leute ist
00:34:18: irgendwie... Ist das nicht irgendwie trotzdem ein Resultat auf das, was deine Branche ausmacht?
00:34:25: Das heißt ewig einmal gut investieren und bleiben
00:34:29: tanzen.
00:34:29: Aber du musst natürlich auch pflegen!
00:34:32: Das ist ja wirklich war.
00:34:32: Also keine Ahnung, ein kurzes paar Schuhe haben wir im Prinzip auch ewig auf.
00:34:36: Ich muss irgendwann mal zum Schluss wieder bringen und meine Sohle drauf machen.
00:34:40: Ich habe noch nie ein paar Schuh gehabt, die sie ewig halten könnte wenn ich es trage?
00:34:45: Ich weiß nicht!
00:34:47: Sicher also ich hab Redwing, die habe ich von...die habe ich jetzt seit dem Jahr zwei Tausend Sieben gekauft und die sind jetzt nächstes Jahr dann zwanzig Jahre alt und die lasse ich dann jetzt nächstes Jahr zu zwanziger neue besohlen.
00:34:57: Da ist das wieder wie Neuchat.
00:35:00: Und da rede ich natürlich von Leder-Schuhe mehr als so ein Turnschuh oder was, der ist durch.
00:35:05: Das meine ich... Also das beim Möbel genauso, wenn ich etwas in Stoff habe, der Stoff kann nur so gut sein!
00:35:11: Ein Stoff ist irgendwann nochmal nach zehn, nach zwanzig Jahren, eine sehr lange Zeit.
00:35:15: aber irgendwann und wir kriegen wirklich Anrufe von Kunden und Kundinnen die wir uns dreißig Jahre haben ja?
00:35:23: Und dann sind es ganz erschüttert dass das jetzt kaputt ist oder gebrochen ist.
00:35:26: also ... muss man schauen, weil dann so eine halbwärtszeit von einem Möbel sehr anschauen.
00:35:31: Da ist das dreißig Jahre lang drei Jahrzehnte... ... ist Schaar ein sehr... Es ist ja warm,
00:35:36: oder?
00:35:37: Vergleichst mit dem Auto!
00:35:38: Ja, oder vergleichst es mit dir selber, weil du wirst auch in den Dreißigen mal zum Ortsgang an im Normalfall.
00:35:42: Oder hast du was gebrochen?
00:35:43: Hast du wieder einmal etwas irgendwie verändert?
00:35:47: Oder wie immer, also auf sein Körper solltest du mir schauen und der wird auch...
00:35:53: Das sind wir philosophisch.
00:35:55: Ja, aber
00:35:55: das ist einfach so.
00:35:56: Aber das ist wunderbar.
00:35:57: Es ist das Verständnis, nicht
00:35:58: mehr da?
00:35:59: Lass uns über Eileen Grayn sprechen.
00:36:00: Weil sie war die erste große Inspiration für Jesper Morrison und zwar in einer Ausstellung in London wo er zum ersten Mal ihre Möbelstücke gesehen hat und einfach völlig geflasht war.
00:36:13: Also ich glaube er wollte ursprünglich Architektur studieren, hat dann im Victorian Albert eben eine Ausstellung, glaubt neunzehneinundsiebzig oder so, um über ihre Mörbel zu sehen.
00:36:27: Ich glaube, extrem fasziniert und ich kann das extrem nachvollziehen.
00:36:31: Weil eben Eileen Gray – wir haben ja die Folge darüber gemacht – zu der damaligen Zeit so weit vorne war er mit den Entwürfen aber auch wie funktional ihre Sachen waren.
00:36:42: Und ich glaube, dass ihn das sicher getriggert hat.
00:36:46: Klare Linien, klare Funktionalität.
00:36:48: Genau!
00:36:49: Aber wirklich coole Sachen.
00:36:52: und ich würde sagen es hat auf jeden Fall sehr stark geprägt und hat ihn dann letztendlich auch zum Möbeldesign gebracht, weil er da eben so sich wiedergefunden hat in dem.
00:37:09: Er ist dann aufs Kingston College, Kingston Polytechnic College gegangen und dann hat er gleich um Erwartungen bekommen.
00:37:16: Weil er ist dahin gegangen mit dieser mit diesem Mindset der Funktionalität und der klaren Linien.
00:37:22: Und die haben ihn im Prinzip sofort geschnitten, ja das muss man auch sagen.
00:37:26: Das war jetzt keine lineare Entwicklung.
00:37:27: Naaah und dann sind es... Achtziger Jahre waren natürlich komplett anders Level.
00:37:31: Das müssen wir auch sagen!
00:37:34: Das war natürlich da nicht sehr förderlich für seinen Zugang.
00:37:38: Dann waren eben wie er in Mailand diese Memphis-Ausstellung gesehen hat von Ettore Sotzas.
00:37:44: Ich glaube
00:37:44: wir müssen uns kurz erklären dieser Memphis Bewegung
00:37:48: Das muss man sich anschauen, weil ich kann diese Verstörungen nachvollziehen.
00:37:52: Ich kann eben so oft versucht damit auseinanderzusetzen und es ist für mich immer noch schwierig mir da rein zu versetzen auch in dieser Zeit wo sie das gebracht haben.
00:38:12: Es ist eher eine Kunstbewegung Und die haben einfach eher dieses Memphis-Design, eh diesen Namen auch geprägt.
00:38:20: So eine Gruppe von italienischen Designern, die ich sage so mal ja fast comichaft oder komplett außerhalb der Norm als wirklich Farben... Kindermöbel
00:38:32: für Wachsenei!
00:38:32: Also Farben, die nicht zusammen passen, Muster, die uns sowieso da noch nie glaube ich auf irgendwelchen Möbeln gezeigt wurden und haben aber natürlich einen sehr starken Impact gehabt.
00:38:47: Also gibt es nach wie vor von Alpi und so, von Niere die nach wie vorn Kollektionen sind.
00:38:53: Ich habe einmal großen Kunden gehabt der hat diese Beistelltische gehabt aus der damaligen Zeit also genau extrem viel Werte, ja die wollten nicht wegschmeißen.
00:39:05: Die haben gar nicht gewusst was das ist.
00:39:06: Du hast nimm ich!
00:39:07: Ja, die hab er dann
00:39:08: schon gesagt.
00:39:09: Wir entfragen's.
00:39:09: Ich hab nahe über ihn auch schon gesagt was das is Aber es ist auf jeden Fall nichts, was gut gealtert ist.
00:39:20: Wahrscheinlich kommt das jetzt einmal wieder... Herr Heuer in Mailand hat Gufrahmen eine Ausstellung gehabt und Pharrell zum Beispiel, Pharrella Williams, der sammelt diese Sachen und ich sage zu Miami die haben solche Sachen.
00:39:39: Und auf Pharell war er auf der Messer im Stand.
00:39:45: Und wenn man sich jetzt so gewisse Schuhe anschaut, Crocs usw.
00:39:54: oder auch gewisse Sachen da sieht man schon wieder so anleinend und auch gewissen Farbkonstellationen.
00:40:02: also ich kann mir schon vorstellen dass gewisses Klientel gibt sehr kunstaffin oder sehr konst interessiert weil es für mich eben mehr Kunstobjekte sind als wie jetzt normale Möbel.
00:40:16: aber Der Impact war natürlich da und er sagte ja jetzt nicht selber, dass es nicht...
00:40:22: Es hat ihn verstört.
00:40:23: Aber
00:40:23: er war glücklich drüber?
00:40:24: Genau!
00:40:25: Also nicht in einem negativen Sinn sondern ich glaube er war geflasht oder in dem Sinne verstört, dass er gesehen ist was da möglich ist oder was da geht.
00:40:37: Dass man ausbrechen kann.
00:40:38: Ja
00:40:38: genau.
00:40:38: Aber es war spannend für ihn das man ausbrennen kann aber nicht wie.
00:40:44: Also er hat zwar eines von diesen Möbelstücken oder von Memphis inspirierten Möbelstücken dann selber kreiert, ist aber sehr schnell weggegangen.
00:40:54: Er hat aber gemerkt wie er zurückgekehrt ist nach England und London dass es einfach anders geht, dass man eine andere Richtung einschlagen kann nämlich das die Norm überhaupt nicht des ist womit man sein Leben lang sich beschäftigen
00:41:07: muss.
00:41:09: Lass uns über Minimalismus sprechen weil du hast vorher schon angemerkt Und er wird immer als Minimalist bezeichnet.
00:41:18: Das ist für ihn nur ein Horror.
00:41:19: Würdest du sagen, das ist ein Widerspruch?
00:41:21: Ist er minimalistisch?
00:41:26: Also für mich nicht, weil er sich eben, wie gesagt ... also kann man ja nur jedem seine Bücher neiligen.
00:41:33: Er beschäftigt sich mit ... also wie gesagt so rein von dem, wie ich das so wahrnehme und einfach so postet oder so.
00:41:41: Er ... er beschäftigt sie so stark Alltäglichen Sachen eben, die jetzt für mich nicht minimalistisch sind.
00:41:50: Sondern das sind wirklich Sachen, denen man jetzt auch gar nicht so großartig hinterfragt.
00:41:54: Wir schrauben sie wie eine Zange, wie irgendein Teller, ein Glaswase oder was auch immer.
00:42:06: Und dieses minimalistische ist ja eine sehr schnelle Grenze.
00:42:12: dann wenn es nicht mehr human wird sagen wir mal.
00:42:16: Also wenn's dann so klinisch und nicht mehr, wo man sich nicht mal wohlfühlt.
00:42:27: Das kennt ja jeder.
00:42:28: Also Krankenhaus irgendwelche großen Hallen, wo nichts drinnen ist, wo wir auch eben K-Atmosphäre verspürt und kein Wohlgefühl dann das sind dann diese... Und das andere gibt es in den anderen extremen, wenn man nur auf dieses englische Zuhause zurückkommt, übertrieben und ja schwülstig oder wie man das immer nennen möchte, ist es kann genauso glaube ich eine Reizüberflutung sein.
00:42:59: Und darum ist so da der schmale Grad bei Minimalismus weil natürlich beim Raum was wegzulassen ohne dass negativ seine Anspruch
00:43:12: gewesen
00:43:13: Kann ich mal vorstellen.
00:43:14: So lange es
00:43:16: nicht überflüssig ist mehr da
00:43:18: ist,
00:43:18: versus was trotzdem oft minimalistisch ist wenig zu gestalten damit wenig übrig bleibt.
00:43:26: und da ist glaube wirklich der absolut große Unterschied weil er einfach so lange dran baut tüftelt und wegnimmt bis einfach wirklich die pure Form und die pure Funktion übrig bleibt.
00:43:38: Da gibt es zum Beispiel die Geschichte, ich glaube der hat mehrere Jahre an einem Besteckset gearbeitet wo er wirklich... Die Leute haben ihn völlig für ihre erklärt und er auch gesagt er muss das perfekte Figur, dass sie perfekt in der Hand liegt, die Gabel des Messer der Löffel.
00:43:53: Das ist schon spannend!
00:43:55: Absolut.
00:43:56: und eben auch wie gesagt ein Türgriff für FSB.
00:44:01: Der funktioniert schon über so lange Zeit und hat trotzdem eine sehr eigenständige Form, aber der war natürlich auch ein Handschmeichler.
00:44:11: Und er hat sich dadurch eben wirklich Gegenstände, die man in einer Werkstatt findet, die mir jeden Tag angreift – also das ist ja etwas, was im menschlichen Körper kann ich sogar steinformen so absurdes klingt.
00:44:27: Aber jeder, der schon mal so alte Kirchentreppen raufgegangen ist, weiß dass viele Schritte an vielen Menschen sogar Stein formen.
00:44:35: Absolut!
00:44:37: Und das bringt mir wiederum, was ich zuerst gesagt habe es gibt kein Material... Es gibt nur Material, dass schlecht eutert oder nicht das nicht zulässt diese Patten und also für mich einfach kein gutes Material.
00:44:51: Und um eben den eins meiner Lieblingsmöbel von ganz zu Beginn an, war immer schon dieser Plychair den er für Wittler gemacht hat der leider nicht mehr in Produktion ist.
00:45:04: Hast du ihn?
00:45:05: Nein ich habe einmal kurz... Ich ärgere mich schon, glaube ich.
00:45:09: es war jetzt schon fast zwanzig Jahre her.
00:45:12: Ich hab einmal die Chance gehabt anzukaufen und ich hab damals das Geld leider nicht
00:45:18: gerade
00:45:18: flüssig gehabt.
00:45:19: und auch ein deutscher Händler glaube ich war das der hatte nur gehabt und hat einen Anleihen verkauft.
00:45:26: Ich hab so lange überlegt und habe damals einfach die Mittel noch nicht gehabt.
00:45:30: Aber es ärgert mich leider nach wie vor.
00:45:32: Hast du schon
00:45:33: mal angemerkt, dass den gern wieder aufgelegt hättest bei Vitra?
00:45:36: Ja öfter schon!
00:45:37: Das ist eben auch was... Der ist so... Das war glaube ich von ihm... Das ist seine Art eines Kunstprojektes glaube ich weil dann hat er... Er hat's mit einer Stichsäge Bleiboot, also Sperrholzmaterial.
00:45:57: Das er gehabt hat ist auch jetzt einmal den reduziertesten Stuhl, den es gibt.
00:46:03: Also das ist so dünn und so reduziert... Zum Glück habe ich immer wieder Kunden die Produkte wirklich zu Hause haben und verwenden.
00:46:14: Und der natürlich dann auch nie auf eine... Wie gesagt, die Produkten sind jetzt schon richtig, wenn die wer hat!
00:46:23: auch richtig alt.
00:46:24: Und die waren halt auch durch diese ganz dünnen Materialstärken und bei der Sitzfläche und so, irgendwann gibt das Material oder ermüdet das Material ja?
00:46:34: Und solche Produkte jetzt im Vergleich zu wegen einer Massivolt-Stuhl, der wirklich sehr lange hält weil sie immer massivolt ist und eine ganz andere Verbindung also wie jetzt eine Schraubverbindung kann man es dann eher so ein bisschen der Kunst Zugang, sagen wir mal.
00:46:55: Bei so was und auch mit der Rückenlehne, das muss man natürlich mögen.
00:46:58: Das ist wirklich so ein Streifen da hinten.
00:47:00: Aber er schaut extrem grafisch aus im Raum.
00:47:04: Wunderschön!
00:47:05: Aber ja, das ist halt der Imbegriff eben eines Stuhls... Da kann man immer mehr weg, weil es uns heute nicht über besteht, denn man hat ihn schon besitzen können aber es ist wirklich das minimalste Material, was man nur machen kann.
00:47:22: Da war natürlich, und der Anspruch von Wittre ist natürlich dass die Produkte sehr lange halten um Verstehe auch das der dann aus dem Programm genommen wurde.
00:47:32: Aber ja rein von dem der Zugang und dass es überhaupt so macht war natürlich auch beanbrechen zu der damaligen Zeit.
00:47:42: Ich habe zu diesem Zugang das immer mehr wegnehmen bis das pure bleibt noch eine Parallele gefunden zu einer Folge von uns nämlich zum Bolo Kannst du erinnern, Polo ist so designed worden dass immer mehr dazugegeben worden ist bis er eben so ausgesehen hat wie er ausgelesen hat weil er dann das optimale geworden ist.
00:48:02: Es ist auch ganz spannend dass man im Prinzip in beide Richtungen denken kann oder?
00:48:07: Absolut ja!
00:48:08: Red ma über super normal.
00:48:11: Das würde ich ganz gerne noch ein bisschen in die Tiefe gehen Weil es für mich am Anfang fast wie eine Widerspruchsprach klingt wenn des einen Designer sorgt Wie kann etwas gleichzeitig völlig normal sein, glaubst du?
00:48:24: Und trotzdem außergewöhnlich gut und neu designt.
00:48:28: Schafft man das überhaupt?
00:48:30: Also der Begriff hat er nicht eher erfunden sondern die sind ja mal mit einem Japaner in Mailand glaube ich zusammengesessen oder er und er hat ihm als Referenz eben ein Möbel von Marjus von Naoto Fukasawa gezeigt.
00:48:53: Und da hat er, glaube ich gerade was für ein Lässig gemacht.
00:49:00: Dieser Japaner hat dann irgendwie diesen Begriff gesagt.
00:49:06: und ja und Fukusawa, die Erde ist eine sehr große Affinität auch zu Japanen und ist immer, glaube der mehrere Monate im Jahr dort und das sind mittlerweile auch für japanische Unternehmen Und Japan hat natürlich auch dieses Credo oder viel mehr in der Gesellschaft verhaftet.
00:49:32: Das war dann ein Ausdruck, den er und Fukusawa mit ihren Produkten geprägt haben.
00:49:44: Es ist normal, es ist ja natürlich ein Ausdrück, der jetzt wahrscheinlich nicht in unseren Breitengraden als unbedingt positiv behaftet ist und sie haben es jetzt so gesehen, dass wirklich, glaube ich, Alltagsgegenstände die durch eine Idee, durch ein Material, durch einen Design dann halt verbessert sind.
00:50:15: Und dadurch eben auch trotzdem aber Alltag Gegenstände.
00:50:18: Aber ist das der Grund vielleicht?
00:50:20: Weil viele Menschen seine Designs fast als unsichtbar empfinden Nicht nur sein Werk generell oder Ihnen als Designer, sondern seine Stücke gelten trotzdem immer wieder
00:50:33: so
00:50:33: gut designt dass sie eigentlich im gesamten Bild untergehen.
00:50:39: Und auch mir geht es ehrlich gesagt, wenn ich zum Beispiel diese Stühle anschaue auf denen wir sitzen dann sind wir schon auf wesentlich ausgefallenen Rendesigns.
00:50:47: Ja
00:50:47: aber das ist ja jetzt ein Anspruch!
00:50:48: Also das ist im absolutes Gegenteil von unserem
00:50:50: Anspruch.
00:50:53: und jetzt dieses Quark-Hocker z.B.
00:50:55: von Vito Esa.
00:50:56: Ich liebe die Dinge.
00:51:00: Die hätten wir jetzt natürlich nur einfacher machen können.
00:51:02: Das stimmt, das ist ein
00:51:03: einziger
00:51:04: Fall Schnörkelteil oder?
00:51:05: In seinem Berg für mich.
00:51:06: Ja, Schnörkelt ... Sie haben eine Form und man hätte dann natürlich einen Zylinder machen können, dann wäre es nur simpler gewesen.
00:51:14: Aber natürlich kann man durch diese Form natürlich greifen... Und das heißt natürlich witzig zum Beispiel!
00:51:24: Also sie haben natürlich gewissen Humor erfündet.
00:51:26: was jetzt nicht unbedingt ja mit all seinen Produkten irgendwie was zu tun hat.
00:51:31: Und ich glaube schon, dass es sich immer etwas schon auch denkt bei den Sachen und wenn sie ihm heute reinpasst oder wenn er da Lust darauf hat dann macht er das einfach und denkt das nicht, er macht das super minimalistisch oder super einfaches sondern ich glaub für ihn muss es schon zum Produkt, zur Materialität und auch zur Herstellung dann passen.
00:52:00: Und eben der Stuhl wo ich drauf sitze das ist dieser Hell, das ganze Stuhlserie von Wittor den noch diesem Supercomputer bei einem Space Odyssey war es ja an dem Raumschiff Galaxy oder... Ich habe
00:52:21: mich gar nicht aus dabei.
00:52:22: Ja, auf jeden Fall hat es einen Computer geben der damals schon eigentlich eine künstliche Intelligenz hatte.
00:52:28: Natürlich
00:52:29: zu einer Zeit wo das nun einmal irgendwie denkbar war... Jetzt haben wir da!
00:52:35: Und er hat ihm diese Stuhlserie nach diesem Computer benannt und finde ich, er ist extrem gut zu sitzen.
00:52:48: Der schaut jetzt nicht irgendwie großartig aus, aber er hat extrem oder eher breite Sitzfläche und ist von den Proportionen her extrem gut gelungen.
00:53:02: Und für das dass es so einfach ist und der steht zum Beispiel als Ganze also als Barhocker, als Normalstühle im neuen Zubau also jetzt mittlerweile sind wir neuer war im neueren Zubauf vom Tate Modern landen von Herzegg und Demoral.
00:53:18: super schöner Super schönes Gebäude, sehr schöne Architektur.
00:53:23: Und dann ist da drinnen als sehr ruhiger Kantorpunkt diese Stuhlseereiben, die sich da extrem harmonisch einfügen und es sehr schwierig zu beschreiben weil natürlich eben wie du sagst jetzt einer normalen Person wird das niemals aufhören.
00:53:38: Weil der Stuhlt so schlicht ist, die gehen an der Reihen, schauen sie vielleicht die Architektoo aber haben Sie dafür interessiert?
00:53:45: Dadurch kommt aber die Architektur so viel mehr zur Geltung, weil es dann sehr viele Spitzewinkel sind und ein sehr komplexes Gebäude.
00:53:53: Und wie ich damals dort war habe ich natürlich den Stuhl gekannt und war ihm sehr beeindruckt, wie das da drinnen wirkt durch das Modell oder vice versaim.
00:54:09: Von dem her ... gesehen.
00:54:11: und wenn es mit dem Stuhl so ein solches Produkt einmal gezeigt hätte, dann hätte ich wahrscheinlich auch gesagt ja ... Keine Ahnung.
00:54:19: Ist jetzt nichts was ich noch nie gesehen habe.
00:54:24: Aber er hat das schon.
00:54:25: Also diese Details mit dem Rand da wieder zum Angreifen Diese Form, wir sitzen sehr oft bei Ärztepraxen ein.
00:54:37: Weil er ist extrem stabil und es können auch alle Körpergrößen auf Platz finden.
00:54:44: Es gibt eine extreme Auswahl an Farben untergestellt.
00:54:48: Er ist einfach ein unaufgeregtes Design, das funktioniert und sie ist sehr gut in Räume ein.
00:54:55: gliedert.
00:54:56: Und das braucht man auch manchmal, also manchmal muss jetzt nicht das Schreiende oder das Exorbitante oder Flamboyante dann wirken sondern manchmal ist eben das Zurückhaltende was man braucht und da sind seine Entwürfe eigentlich immer eine sichere Bank.
00:55:16: Aber kann man sagen er hat in dieser Designwelt vielleicht seine Nische gefunden?
00:55:21: Oder war es gar nicht der Anspruch glaubst du?
00:55:24: Ich glaube, er ist sich halt immer treu geblieben und hat es jetzt nicht durch irgendwelchen ... eben.
00:55:27: Er hätte dann sagen können, war das Memphis?
00:55:29: Hat mich so inspiriert und hätte auch auf Memphis machen können.
00:55:32: Dann wäre er wahrscheinlich schon...
00:55:34: Irrelevant!
00:55:35: Ja oder nicht mehr irgendwie in der Relevanz sozusagen die er jetzt hat sondern er ist wirklich sich selber treugeblieben Und hat das dann auch durchzogen.
00:55:51: und dieses Schaf in der Größe, nämlich in diesen Jahrzehnten, die er so bewegt hat.
00:55:55: Er war ja wirklich sehr erstes Möbel hier aus Fahrradlenkern, wo er sich damals mit Thurmassel Breuer inspirieren lassen.
00:56:06: Da haben wir auch schon mal geredet drüber.
00:56:07: Also wirklich diese Analogien zu unseren bisherigen Folgen... Auch
00:56:11: sie kommt vor allem seiner Witte?
00:56:12: Ja genau!
00:56:13: Dann kann es den Kritischen natürlich, der bei ihm gearbeitet hat Und deswegen hat er schon diese harte Relevanz in der Designbranche natürlich bei den Herstellern.
00:56:31: Also wenn man sieht, Kapelini würde es behaupten ohne Jasper Morrison nicht geben oder nicht mehr geben weil das dann sicher ein Großteil der Entwürfe gemacht aber auch wieder Marges.
00:56:49: Also er arbeitet wirklich für die nahmhaftesten Häusern, egal ob es eben Türdrücker und dann Alessi-Besteckserien, Kochbesteck also Irre.
00:57:02: Aber auch da kommt wieder sein Paradoxon irgendwie ins Spiel mit den Herstellern weil normalerweise sind Designerinnen sehr eitel.
00:57:11: Er halt gar nicht!
00:57:12: Also der Hersteller kommt sehr früh in den Prozesse rein, kann mitreden am Design.
00:57:17: Kann mitrede an der Funktionalität.
00:57:19: Ja
00:57:19: ich kann das so ein bisschen uneitel, da ist er halt für Vitra, weil am Rhein gibt es diese Hauptstraße und da gibt's zwar Bushalterstellen Und er hat diese Bushaltestellen designt.
00:57:32: In den Bushalteställen gibt´s natürlich Sitzmöglichkeiten Da drin ist ein Wiregear von ihm´s und K-Stuhl von ihm
00:57:43: Irgendwelche
00:57:43: anderen Designer, der das macht, der erleben das.
00:57:46: Also da würde ich sagen, no way an the highway und das ist wirklich... Das ist so eine Bescheidenheit oder Humble-Modest.
00:58:02: Das ist eine Eigenschaft die glaube ich nur sehr wenig Menschen haben, dass sie ihr eigenes Bedürfnis oder ihre eigene Wirkung dann vielleicht eben den besseren Design oder ich weiß nicht, was sie dacht hat dabei?
00:58:18: Oder hat er sich dort unterordnet.
00:58:21: Genau
00:58:22: und die eigene
00:58:23: Wichtigkeit genau reduziert um dem anderen da diesen Spotlight zu geben.
00:58:30: und das erhält von mir die allergrößte Wertschätzung weil ich glaube dass ist wirklich was man so mal extrem selten findet.
00:58:40: ihr möcht einen kurzen Gedanken zum Abschluss mit dir noch durchsprechen.
00:58:44: Ihr habt heute in der Vorbereitung auf diese Folge oder gestern dann kurz danach auf Instagram etwas gesehen und zwar Schauspielerin aus Deutschland postet, sie hat endlich einen Koffer gefunden, der aus nachhaltigen Materialien gefertigt ist und deshalb ihre alten Koffe auf die Seite jetzt gestellt.
00:59:09: über Langlebigkeit und aber nicht über Nachhaltigkeit in der Produktion usw.
00:59:15: Glaubst du vielleicht, dass hier in unserer Zeit ein bisschen ein Widerspruch ist?
00:59:18: Dass man eben altes Bewertes- und bereits existierende Austausch gegen nachhaltige Produkte und damit aber eigentlich genauer Gegenteil erzeugt.
00:59:30: Weil man was Neuproduziertes dann kauft obwohl man auf das alte zurückgreifen könnte.
00:59:35: Also ich weiß jetzt nicht, welcher Koffer das war.
00:59:37: Aber wenn es kein Remover-Koffer war aus Aluminium...
00:59:40: Na was ist denn das?
00:59:40: Ja
00:59:41: dann also... Aber es startet mir schon mal an weil erstens kann man jetzt vom Remover halten, was man möchte ja aber Aluminum als Material ist... Ich hab die Zahl genaues vergessen, aber ich glaube es ist über über neunzig Prozent des produzierten Aluminiums ist nach wie vor in Use, weil das Material extrem gut recycelt wird.
01:00:13: Das
01:00:14: ist
01:00:15: ein Aluminiumkoffer.
01:00:17: Da gibt es für mich nichts Nachhaltigeres.
01:00:19: Erstens haben wir das Primova-Lebenslangegarantie.
01:00:21: Ich möchte das keine Schleichwerbung da machen aber die Reparierende des Du hast eine Garantie drauf, das Ding ist eigentlich unzustörbar.
01:00:31: Es ist ein sehr nachhaltiges Material.
01:00:33: also du kannst mit irgendwelchen Kunststoffen kommen und die Recycling aber da kriegst du so einen Anfall.
01:00:40: Aber für mich ist das einzige was man als nachhaltigen Koffer bezeichnet ist ein Remover-Koffer.
01:00:47: Wo ich sage wiederum, das ist auch eine optische Nachhaltigkeit weil der immer noch relevant ist.
01:00:51: Das Design ist so alt aber es ist immer noch modern.
01:00:56: Da kann ich auch nichts verbessern oder weglassen, anders machen.
01:01:01: Das Ding ist in sich der beste Koffer, den es gibt.
01:01:04: und eben wenn ich so etwas höre... Es ist halt Greenwashing!
01:01:09: Absolut!
01:01:10: Das letzte Mal, das habe ich mir doch zum Beispiel vergessen, war irgendwas mit Öko.
01:01:13: Irgendwann hat man eigentlich so alte Wasser das mit Ökos zu einem Original gar nix.
01:01:16: Es ist einfach ein Maken-Marketing dass irgendwelchen Agenturen mehr eingefallen sind, um eben wieder mehr Produkte zu verkaufen.
01:01:26: Und deswegen ist das eine geschützte Begriffe sein und du kannst es ja auch verschreiben auf was er immer ist.
01:01:32: Wir haben z.B.
01:01:33: Mikro-Design-Podcasts.
01:01:36: Wir?
01:01:36: Ja oder schreiben wir's einfach drauf so?
01:01:38: Sicher nicht!
01:01:43: Deswegen ist es für mich ein Marketinggewäsch leider... Weil für mich, das habe ich auch schon aufgesagt bei USM oder so.
01:01:53: Das Produkt, das produziert werden muss weil es produziert wird und das verbraucht Ressourcen.
01:02:00: Also es gibt nichts was keine Ressoursen verbrauchten.
01:02:03: Und dann – und das war eben auch dieses Rahmeteil hat er durch drei Generationen seine Familie und er hat es dann auch wieder an den Studenten weitergeben.
01:02:15: Genau!
01:02:15: Das heißt jegliche Sachen die in sich so gut sind, dass sie über mehrere Jahrzehnte im besten Fall und mehrere Generationen verwendet werden können.
01:02:25: Und gerne auch weitergegeben werden – das ist Nachhaltigkeit!
01:02:30: Alles andere ist ein Marketing, weil dann ja der Kunststoff reused ist Da hab ich schon das problematische Material.
01:02:42: Muss ich halt dann wieder irgendwie mit Ressourcen versehen, dass es dann wieder zu was anderem wird
01:02:49: und... Absolut!
01:02:50: Sehe ich genau so?
01:02:51: Ja, ich habe da eben ein bisschen ... Ich wüsste ja gar nicht als ... Meiner Meinung nach leider ist einfach auch schon zu spät.
01:03:00: also wir als Menschheit haben die Natur und die Erde so ausgelutscht und hören auch nicht auf damit, weil der Kapitalismus die Politik war.
01:03:10: Es wird schon immer diese Sommergespräche anhören wenn man die Musse dazu hat.
01:03:18: es wird auch nicht eingesehen oder negiert oder was auch nicht aus irgendwelchen Gründen.
01:03:25: deswegen ist das meiner Meinung nach halbwegs vorbei weil wir haben halt ja der Erde quasi alles wegnommen was so geht und noch mehr Glauben halt immer, weil sich der Mensch so anpasst und der Mensch immer so weiterentwickelt.
01:03:39: Dass man dann uns da adaptieren, aber ja ... Weiß nicht ob man das will?
01:03:45: Natürlich nicht!
01:03:46: Ja natürlich nicht.
01:03:47: Simon Jesper Morrison lebt noch, arbeitet noch, aber ich würde sagen die Hauptteil seines Werks ist vollendet.
01:03:57: Was wird von diesem sehr unaufgeregten Aber umso wichtigeren Design einmal bleiben?
01:04:10: Ja natürlich bleiben seine Produkte, weil ich glaube dass die in der Zukunft sehr gut funktionieren.
01:04:16: Also kann man mal sagen, wenn die Welt noch futuristischer wird oder ist ja nur nicht.
01:04:23: Immer nur in der Vorstellung?
01:04:24: Genau, in der vorstellung.
01:04:28: Funktionieren solche schlichten Alltagsgegenstände?
01:04:32: Nein, das ist gar nicht das einsteinander.
01:04:34: und natürlich immer!
01:04:38: Jeder, der eben die Produkte verwendet als Kochgeschirr, als Türklinken.
01:04:43: Das ist etwas was natürlich extrem lange bleibt.
01:04:47: ja weil das sind Sachen, die man jeden Tag in der Hand hat, die jeden Tag benutzt werden, die in weiß nicht wieviel Gebäude der Welt drinnen sind und die man nicht tauschen muss, weil Gott sei Dank muss man sagen ich weiß nicht ob er das bewusst gemacht hat oder er immer schon mit Herstellern zusammengearbeitet, die es auch sehr lange gibt.
01:05:10: Wo die Produkte dann einfach extrem lange in den Kollektionen bleiben.
01:05:16: und ich glaube das ist auch was Schönes wenn man ein Designer ist der so früh begann hat ja und dann sieht dass eine Großteil der Produkte wirklich dann auch Dekaden und Zeiträume überdauern und nach wie vor in den Kollektionen bleiben, weil sie nach wie vorher gekauft werden und eingesetzt werden.
01:05:36: Also wenn man das selber miterlebt, glaube ich, ist jetzt vielen auch verwehrt.
01:05:42: Und gerade bei Künstlerinnen auch so, dass sie oft nach dem Tod dann erst die Anerkennung bekommen.
01:05:52: Ich glaub schon, dass es für ihn hoffentlich schön anzusehen ist.
01:05:58: Das glaube ich schon, Sie von Japan bis Amerika bewegt und dann immer wieder mit seinen Sachen, die aber unaufgeregt implementiert sind in den Gebäuden.
01:06:12: Dann das immer wieder sieht oder auf Flughöfen usw.
01:06:16: Und drum glaube ich schon dass es dann einfach weiterhin so sein wird.
01:06:23: also auch... Die Produkte, da keine Ablaufdatum mehr haben weil schon so lange Zeiträume funktionieren.
01:06:31: Das haben wir jetzt schon darüber hinweg glaube ich.
01:06:33: also die sind wirklich
01:06:34: ja
01:06:35: wie man es dann sagt universell.
01:06:38: Ich
01:06:38: habe es befürchtet du sagst zeitlos.
01:06:42: Ich
01:06:43: hab's natürlich vermieden wie sie meistert.
01:06:46: Simon, Episode zwei und zwanzig ist in der Box War ein tolles Gespräch.
01:06:51: Vielen Dank, dass wir auch solchen eben nicht ganz so lauten Designerinnen und Designern
01:06:56: haben.
01:06:56: Es war auch ein höherer Rennenwunsch
01:06:57: wirklich,
01:06:58: erzähle ich.
01:06:59: Was tust
01:07:00: du?
01:07:00: Am Anfang von einem Jahr glaube ich, ich weiß leider nicht mehr wer es war, aber da waren glaube ich vier oder fünf Designer-Designerinnen dabei und er war einer davon.
01:07:08: Und darum habe ich ihn schon länger auf der Liste und jetzt hat sich ihm gut gepasst wenn man vorher das mit Götzsche gemacht haben.
01:07:16: Und eben auch Eileen Gray, also wir haben die Anknüpfungspunkte sind wirklich manigfaltig, den wir mit ihm haben und es ist leider auch schwierig in so einer Stunde oder wie lange wir heute schon wieder reden auf diese einzelnen Designs dann einzugehen.
01:07:30: Also drum schaut sich die Website an von ihm, man kann es super durch scrollen was der schon alles erlebt hat und von was er sich inspirieren lässt.
01:07:40: Er hat ihm auch wie Konstantin ja jetzt schon länger einen Shop bei ihm im England in ihrem Studio wo er auch andere Designs verkauft also Alltagsgegenstände die ihn umgeben oder die ihn faszinieren.
01:07:54: Verkaufte genauso als wir seine Sachen Und eben auch diese ganzen normalen Dinge für Vitara, für Magis, wo er viele so ausgemacht hat.
01:08:05: Wo man sich denkt warum macht das ja
01:08:11: eine
01:08:11: Ofsschale?
01:08:12: Aber ist es cool oder dass es da einen gibt's?
01:08:14: Absolut und die Leute mögen sie also.
01:08:17: Das was wir immer sehen... Da steht dann nicht der erste Design im Vordergrund sondern die Funktion die Optik, was das Ding kann wie man es benutzt.
01:08:26: Und das ist einfach sehr gefällig, sehr logischer.
01:08:30: also er überfordert jetzt dann auch nicht die Leute damit sein und du warst da und bei der Aufschale kannst du so eure Teile drehen usw.
01:08:38: und sofort.
01:08:41: Es hat halt alles seine gewissen Radien und Rundungen dass es halt einfach optisch angenehm anzuschauen ist und deswegen Auf jeden Fall ein anderer Zugang und eben dieses leise im Vergleich zu man sich lautem oder in dieser Welt, die er sonst nur schreien kann.
01:09:03: Und dass da wen gibt der das so lange durchzieht mit dieser Beständigkeit, mit dieser Bescheidenheit einfach gute Dinge.
01:09:15: Das ist der Anspruch und das war sowas was ich persönlich auch sehr schätze.
01:09:20: Absolut!
01:09:22: Euch da draußen danke fürs Zuhören, bis zum nächsten
01:09:24: Mal.
01:09:24: Danke, danke!
01:09:25: Am ersten Donnerstag im Monat, Aria erzählt der Design Podcast von Simon Ladner und mir Peter Zeitlofer.
01:09:31: Ciao, danke euch!
01:09:32: Ciao, bis demnächst.
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